Rettungshelfer*in

Rettungshelfer*in (RH)

Die Ausbildung zum/zur Rettungshelfer*in ist ausgerichtet auf den Einsatz in unterschiedlichen Funktionen des qualifizierten Krankentransportes und des Bevölkerungsschutzes. Die erfolgreiche Ausbildung schließt mit der Qualifikation “Rettungshelferin” bzw. “Rettungshelfer” ab. Die Ausbildung umfasst gemäß RettAPrV NRW mindestens 160 Ausbildungsstunden und gliedert sich in folgende zwei Ausbildungsabschnitte:

 

  • Ausbildungsabschnitt 1: theoretisch-praktische Ausbildung (Fachlehrgang) an einer staatlich anerkannten Ausbildungsstätte für Rettungshelfer*innen im Umfang von 80 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten einschließlich der staatlichen Prüfung
  • Ausbildungsabschnitt 2: praktische Ausbildung in einer genehmigten Lehrrettungswache im Umfang von mindestens 80 Ausbildungsstunden zu je 60 Minuten wobei mindestens 50% der Ausbildungszeit in der Notfallrettung absolviert werden soll 
Die Ausbildung zum/zur Rettungshelfer*in beginnt mit der theoretisch-praktischen Ausbildung (Ausbildungsabschnitt 1) inkl. staatlicher Prüfung und endet mit der praktischen Ausbildung (Ausbildungsabschnitt 2). Die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an den Ausbildungsabschnitten ist in geeigneter Form gemäß den Vorgaben der RettAprV NRW zu dokumentieren. Die Fehlzeit je Ausbildungsabschnitt darf jeweils 10 Prozent nicht überschreiten.

 

Nach erfolgreich absolvierter Prüfung dürfen Rettungshelfer*innen in NRW im qualifizierten Krankentransport als Fahrer eines KTW im Team mit Rettungssanitäter*innen die Nicht-Notfallpatienten versorgen und führen deren Transport durch.

 

Wichtiger Hinweis: Die Ausbildung ist nur in Nordrhein-Westfalen staatlich anerkannt!

 

Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung

Eine Person erhält Zugang zur Ausbildung, wenn sie der Ausbildungsstätte vor Beginn der Ausbildung folgende Nachweise vorlegt:
 
  • Identitätsnachweis (z.B. Personalausweis oder Reisepass), welcher zum Ausbildungsbeginn gültig sein muss
  • Ärztliches Attest gemäß Anlage 13 i.S.d. RettG NRW zur gesundheitlichen Eignung, die zu Ausbildungsbeginn nicht älter als drei Monate ist
  • Hauptschulabschluss oder gleichwertige Schulausbildung oder abgeschlossene Berufsausbildung (z.B. Kopie Abschlusszeugnis oder Berufsurkunde)
  • Nachweis (Führungszeugnis Belegart N), dass die betreffende Person sich nicht eines Verhaltens schuldig gemacht hat, aus dem sich die Unzuverlässigkeit zur Ausübung der Tätigkeit als Rettungshelfer*in ergibt, welcher zum Ausbildungsbeginn nicht älter als drei Monate sein soll
  • Sprachniveau (mindestens B2) bei nicht im Inland erworbenen Schul- bzw. Ausbildungsabschlüssen
  • Nachweis über die Impfung gegen Hepatitis B und Masern (z.B. Kopie Impfausweis) sowie bei Organisation der praktischen Ausbildungsabschnitte über die Ausbildungsstätte einen Nachweis über den vollständigen Covid19-Impfschutz

Zulassung zur Prüfung

Auf Antrag der Prüfungsteilnehmerin bzw. des Prüfungsteilnehmers entscheidet der Vorsitz des Prüfungsausschusses über die Zulassung zur Prüfung. Die Zulassung zur Prüfung sowie eine mögliche Ablehnung soll dem/der Prüfungsteilnehmer*in eine Woche vor Prüfungsbeginn schriftlich mitgeteilt werden. Der Antrag einer Prüfungsteilnehmerin bzw. eines Prüfungsteilnehmers auf Zulassung zur Rettungshelfer*innen-Prüfung muss zwei Wochen vor Abschluss der theoretisch-praktischen Ausbildung (Fachlehrgang) über die Ausbildungsstätte bei der zuständigen Behörde eingegangen sein. Bei Vollständigkeit des Antrages ist dieser durch die jeweilige Ausbildungsstätte der zuständigen Behörde vorzulegen. Mit der Antragstellung sind folgende Unterlagen vorzulegen, wenn diese nicht bereits zu Beginn der Ausbildung vorlagen:

 

  • Nachweis (Führungszeugnis Belegart N), dass die/der Prüfungsteilnehmer*in sich nicht eines Verhaltens schuldig gemacht hat, aus dem sich die Unzuverlässigkeit zur Ausübung der Tätigkeit als Rettungshelfer*in ergibt, welcher zum Ausbildungsbeginn nicht älter als drei Monate sein soll
  • Kopie eines Identitätsnachweises in amtlich beglaubigter Abschrift
  • Nachweis des erfolgreichen Abschlusses der theoretisch-praktischen Ausbildung gemäß Anlage 4
  • eine Erklärung der Prüfungsteilnehmerin bzw. des Prüfungsteilnehmers, dass bezogen auf die aktuelle Ausbildung zuvor noch kein gescheiterter Prüfungsversuch unternommen wurde


Prüfung

Die Prüfung zum/zur Rettungshelfer*in besteht aus einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung (inkl. Fachgespräch).

 

Der schriftliche Teil der Prüfung ist unter Aufsicht und innerhalb von 60 Minuten zu fertigen. Die Fragen der schriftlichen Prüfung werden durch den Vorsitz des Prüfungsausschusses auf Vorschlag der Ausbildungsstätte bestimmt. Das Prüfungsformat Antwort-Auswahlverfahren ist zulässig. In diesem Fall darf von den vorgegebenen Antwortmöglichkeiten nur eine richtig sein. Die Prüfung erfolgt in Präsenzform an der Ausbildungsstätte.

 

Der fachpraktische Teil der Prüfung soll nicht länger als 30 Minuten dauern. In diesem Prüfungsteil sollen die Herz-Lungen-Wiederbelebung im Zwei-Helfer-Verfahren sowie Assistenzmaßnahmen (wie z.B. Blutdruckmessung, Vorbereiten einer Infusion, Assistenz bei der Anlage eines peripher-venösen Zugangs, Lagerung und Hygiene) Inhalt der Prüfung sein. Der fachpraktische Prüfungsteil wird durch ein Fachgespräch ergänzt, in dem die Prüfungsteilnehmer*innen ihr Handeln und die Prüfungssituation reflektieren. Das Ergebnis des Fachgespräches fließt mit in die Benotung des fachpraktischen Prüfungsteils ein.


Die staatliche Prüfung ist bestanden wenn jeder vorgeschriebene Prüfungsteil mindestens mit der Note „ausreichend“ benotet wurde. Wer die Prüfung bestanden hat, erhält ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 16.

 

Jeder Teil der staatlichen Prüfung, in dem der/die Prüfungsteilnehmer*in die Note „mangelhaft“ oder „ungenügend“ erhalten hat, kann auf Antrag der Prüfungsteilnehmerin bzw. des Prüfungsteilnehmers einmal wiederholt werdenDie Wiederholung eines nicht bestandenen Prüfungsteils muss innerhalb von zwölf Monaten nach dem letzten Prüfungstag erfolgen. Diese muss an der Ausbildungsstätte stattfinden, an der die nicht bestandene Prüfung absolviert wurde. Dem Antrag ist eine Erklärung beizufügen, dass nicht bereits an einer anderen Ausbildungsstätte an einer Wiederholungsprüfung teilgenommen wurde. Eine Falschangabe ist als Täuschungsversuch zu werten.

 

Lehrgang buchen

Nachfolgend sind alle aktuell verfügbaren Lehrgänge aufgelistet. Sollte kein Lehrgang angezeigt werden gibt es aktuell leider kein entsprechendes Angebot. Sofern freie Plätze verfügbar sind können diese über das Online-Buchungssystem gebucht werden. Bei bereits ausgebuchten Lehrgängen kann der Eintrag in eine Warteliste erfolgen. Bei Fragen wenden Sie sich gerne per E-Mail (rdschule@stiwl.de) oder Telefon (0521/557416-0) an unser Service-Team.