NotSan-Ergänzungslehrgang EP1

NotSan-Ergänzungslehrgang EP1 (80 Stunden)

Die Ausbildung zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter soll entsprechend dem allgemein anerkannten Stand rettungsdienstlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur eigenverantwortlichen Durchführung und teamorientierten Mitwirkung, insbesondere bei der notfallmedizinischen Versorgung und dem Transport von Patientinnen und Patienten, vermitteln. Dabei sind die unterschiedlichen situativen Einsatzbedingungen zu berücksichtigen. Die Ausbildung soll die Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter außerdem in die Lage versetzen, die Lebenssituation und die jeweilige Lebensphase der Erkrankten und Verletzten und sonstigen Beteiligten sowie deren Selbständigkeit und Selbstbestimmung in ihr Handeln mit einzubeziehen.

Ausbildungsverlauf

Bei Nachweis von mindestens fünfjähriger Tätigkeit als Rettungsassistent*in sieht das Notfallsanitätergesetz keine verpflichtende weitere Ausbildung vor. Dennoch bedarf es der Vorbereitung, damit die Prüfung qualitätsorientiert und erfolgreich absolviert werden kann. Dazu sollte im Vorfeld der Prüfung ein 80-stündiger Ergänzungslehrgang als vorbereitende Maßnahme absolviert werden. Inhaltliche Schwerpunkte des Ergänzungslehrganges sollten insbesondere die eigenständige Durchführung von invasiven Maßnahmen sowie die Durchführung von heilkundlichen Maßnahmen im Rahmen der Delegation bzw. Assistenz sein. Verschiedene pädagogische Methoden – wie Eigenstudium, Präsenzbausteine und praktische Übungen – sollten dabei angewendet werden. Schwerpunkt dieses Ergänzungslehrganges sollte – nach vorangegangener theoretischer Schulung und erfolgtem Selbststudium – die Vorbereitung auf die praktische Prüfung sein. Des Weiteren sind die inhaltlichen Themenfelder der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zur Ergänzungsprüfung der Notfallsanitäter*innen-Ausbildung im Ergänzungslehrgang abzubilden. Die Ausbildung ist im Studieninstitut Westfalen-Lippe als zweiwöchiger Ergänzungslehrgang mit High-Fidelity-Simulation im zertifizierten Simulationszentrum strukturiert.

Lehrgangsvoraussetzungen

Unter die Fallgruppe Ergänzungsprüfung 1 (EP 1) fallen diejenigen Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten, die mindestens fünf Jahre als Rettungsassistentin oder Rettungsassistent tätig waren. Diejenigen, die unter diese Regelung fallen, dürfen dann Notfallsanitäter*in werden, wenn sie bis zum 31.12.2023 eine staatliche Ergänzungsprüfung ablegen und bestehen.

 

Weitere Voraussetzungen:

 

  • Antrag auf Zulassung zur Prüfung im Original
  • amtlich beglaubigte Abschrift des Personalausweises oder des Reisepasses im Original
  • ärztliches Attest über die körperliche, geistige und persönliche Eignung zur Ausübung der Notfallsanitätertätigkeit im Original (nicht älter als drei Monate)
  • Nachweis (Zeugnisse) über mindestens einen Realschulabschluss bzw. einen entsprechenden Bildungsstand oder eine abgeschlossene Ausbildung
  • Führungszeugnis “Belegart N” im Original (nicht älter als sechs Monate)
  • Nachweis über Impfung gegen Hepatitis B und Masern

Definition "Tätigkeit zur Zulassung zur Ergänzungsprüfung"

Die Übergangsregelung nach §32 NotSanG sieht Maßnahmen zur Nachqualifizierung für Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten vor, die auf die Dauer der Tätigkeit als Rettungsassistentin bzw. Rettungsassistent abstellen und den antragstellenden Personen je nach Berufspraxis nur eine Ergänzungsprüfung oder eine weitere Ausbildung von 480 oder 960 Stunden verbunden mit einer Ergänzungsprüfung auferlegen, um eine Berufserlaubnis nach dem Notfallsanitätergesetz zu erlangen. Gemäß §32 NotSanG in Verbindung mit §6 Absatz 2 NotSanAPrV bedarf es im Fall der staatlichen Ergänzungsprüfung oder der staatlichen Prüfung auf Grund des §32 Absatz 2 Satz 4 NotSanG des Nachweises über die Erlaubnis zur Führung der

Berufsbezeichnung “Rettungsassistent*in”. Im Falle der Ergänzungsprüfung gemäß §32 Absatz 2 Satz 1 oder Satz 2 Nr. 1 NotSanG ist zusätzlich der Nachweis der Tätigkeit im Beruf als Rettungsassistent*in erforderlich. Dies erfolgt im Sinne der Patientinnen- und Patientensicherheit. Entscheidend für die Erteilung ist, wann die Rettungsassistent*innen-Urkunde ausgestellt worden ist und in welchem Umfang die Tätigkeit erbracht wurde. Der zuständigen Behörde ist der Nachweis einer regelmäßigen Tätigkeit im Beruf als Rettungsassistent*in – bestätigt oder ausgestellt vom Arbeitgeber – vorzulegen. Kann keine berufliche Tätigkeit nachgewiesen werden, hat die zuständige Behörde sonstige Tätigkeiten als Rettungsassistent*in auf Gleichwertigkeit im Sinne des §32 NotSanG zu prüfen.

Lehrgang buchen

Nachfolgend sind alle aktuell verfügbaren Lehrgänge aufgelistet. Sollte kein Lehrgang angezeigt werden gibt es aktuell leider kein entsprechendes Angebot. Sofern freie Plätze verfügbar sind können diese über das Online-Buchungssystem gebucht werden. Bei bereits ausgebuchten Lehrgängen kann der Eintrag in eine Warteliste erfolgen. Bei Fragen wenden Sie sich gerne per E-Mail (rdschule@stiwl.de) oder Telefon (0521/557416-0) an unser Service-Team.